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05.06.20120 Kommentare

Video-Streaming im Unternehmens-Intranet

Interview_Oli_Markus_HB

Der Einsatz von Video und Streaming in Unternehmen nimmt stetig und immer stärker zu. Dies lässt einen alten Konflikt aufbrechen: Vorstände und Kommunikationsleiter wollen gerne die modernen Kommunikationsmittel nutzen – die IT-Abteilung fürchtet um die Stabilität ihres Netzwerks.

Gerade weil Videos sehr hohen Netzwerkverkehr produzieren, ist die Angst der IT-Leiter berechtigt. Bei einem in guter Qualität encodierten Video kann die Datenrate bereits bei 1 MBit pro Sekunde liegen. Greifen mehrere Mitarbeiter im internen Netzwerk nun auf das Video zu, so multipliziert sich mit jedem weiteren Mitarbeiter, der das Video abruft, die Netzwerklast und führt schnell zur Überlastung des Firmennetzwerks. Wichtige IT-Systeme können so in Mitleidenschaft gezogen werden.

Netzwerke, die über eine solch große Bandbreite verfügen, dass sie dieses enorme Volumen zur Verfügung stellen könnten, sind für kein Unternehmen der Welt bezahlbar. Aber muss Video deswegen aus Unternehmensnetzwerken außen vor bleiben? Oliver Stache, Leiter der Abteilung Digital Media bei der T-Systems Multimedia Solutions, verspricht Abhilfe.

Oliver, Du versprichst eine Lösung, die Unternehmen dazu befähigt, Videos vielfältig im Intranet einzusetzen.

Genau, mit unserem Ansatz ist es tatsächlich möglich, Video-Content im Intranet auch einer großen Zahl von Mitarbeitern zur Verfügung zu stellen. Dabei setzen wir nicht auf kostspieligen Bandbreitenaufbau, sondern auf die Optimierung vorhandener Netzwerkstrukturen und Komponenten. Mit unserer Lösung ist es somit sehr kosteneffizient möglich, auch große Datenmengen in Unternehmen mit vielen verschiedenen Standorten und mit vielen Mitarbeitern auszuliefern.

Kann man sich Eure Lösung also wie ein Produkt vorstellen, das mittels Plug’n’Play eingesetzt wird?

Nein, eine solche Lösung wäre auch nicht zielführend. Jedes Unternehmensnetzwerk ist anders strukturiert, weist andere Gegebenheiten auf, und hat einen eigenen Charakter. Unsere Lösung ist individuell auf jedes Kundenbedürfnis und auf jede Struktur anpassbar. Hierfür haben wir aber natürlich ein standardisiertes Vorgehen. Zunächst analysieren wir gemeinsam mit der IT-Abteilung des Kunden die vorhandene Netzwerkstruktur und legen die Anforderungen an das Video-Streaming fest. Dabei spielt natürlich die Reichweite eine große Rolle; also, wie viele Mitarbeiter an welchen Standorten simultan Zugriff auf Videos haben sollen können. Und natürlich beraten wir den Kunden auch hinsichtlich der Auswahl des geeigneten Video-Formates, der optimalen Bandbreite, der Einsatzszenarien und vielem mehr.

Hat der Kunde denn auch eine Möglichkeit, das Ganze zu testen, bevor er die Lösung vollständig erwerben muss?

Wir bieten all unseren Kunden an, vor dem endgültigen Roll-Out einen sogenannten Proof-Of-Concept durchzuführen. Dabei installieren wir die Lösung an einigen ausgewählten, für verschiedene Netzwerkgegebenheiten typischen, Standorten. Der Kunde hat dann einige Wochen Zeit, die Lösung auf Herz und Nieren zu testen, bevor wir die Lösung dann an allen Standorten ausrollen. Dieses Vorgehen hat sich bewährt, da hierbei in einem abgesteckten Rahmen ein gegenseitiges Verständnis von Zusammenarbeit in Projekten ausgetestet werden kann. Das ist immer von Vorteil für beide Seiten.

Und was kann der Kunde dann eigentlich damit anstellen, wenn die Grundlage für die Distribution von Videos in seinem Unternehmen gelegt ist?

Videos im Unternehmen können vielfältig eingesetzt werden. So kann beispielsweise ein Vorstand seine Mitarbeiteransprachen via Live-Streaming an alle seine Mitarbeiter auch in entlegenen Standorten kommunizieren und damit für eine viel größere Nähe zwischen Mitarbeiter und Führungsetage sorgen. Über ein Videoportal können kurze Schulungsvideos abgelegt und den Mitarbeitern überall auf der Welt zur Verfügung gestellt werden. So kann das Lernmanagement in Unternehmen effizienter gestaltet werden. Wir bieten für verschiedene Einsatzszenarien verschiedene Software-Lösungen, die natürlich alle individuell an die Bedürfnisse unserer Kunden angepasst werden.

Einen Überblick über die Lösungen und mögliche Einsatzszenarien (u.a. Mediathek, Webcasts) finden sich im Video unter diesem Artikel (Anm. d. Red.)

Mit dieser Lösung trefft Ihr sicherlich den Nerv vieler Kunden im Markt. Habt Ihr die Lösung denn schon erfolgreich implementiert?

Der Bedarf nach unserer Lösung steigt immer mehr – gerade, weil sie momentan der einzige Ausweg ist, um die Anforderung nach mehr Video im Unternehmen mit dem Verlangen nach Netzwerkstabilität zu verknüpfen. So haben uns im letzten Jahr viele Anfragen erreicht, mit denen wir unsere Lösung erfolgreich umsetzen können. Bei einem internationalen Luft- und Raumfahrtunternehmen, sowie bei einem führenden europäischen Energie- und Umwelt-Konzern haben wir beispielsweise dafür gesorgt, dass Mitarbeiter effizient mit Videos versorgt werden. Darüber hinaus befinden sich weitere Projekte in der Umsetzung, über die wir zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht öffentlich sprechen.

Oliver, hast du abschließend noch etwas auf dem Herzen, was du unseren Lesern gern mitteilen möchtest?

Wir freuen uns jederzeit über Ihre Fragen zum Thema Videostreaming im Intranet. Treten Sie am besten direkt in Kontakt mit mir über Xing oder schreiben Sie uns unter der E-Mail digitalmedia at t-systems­-mms.com.


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