Über 12 Millionen private Smartphone-Nutzer in Deutschland schaffen ein rasant wachsendes Marktpotenzial für Mobile-Marketing und die dadurch entstehenden Geschäftsfelder. Cisco veröffentlichte Anfang diesen Jahres eine Studie, nach der der weltweite mobile Datenverkehr bis 2015 um den Faktor 26 wachsen soll. Die Nutzer, die ausschließlich über einen mobilen Zugang das Internet nutzen werden, wird dann bei 788 Millionen (bei angenommenen 3 Milliarden Nutzern insgesamt) liegen.
Auf dem diesjährigen Mobile Summit 2011 im Dorint Pallas Hotel Wiesbaden, wurde am 24. und 25. August über “The Future of Marketing & Commerce in a Mobile World” vorgetragen, debattiert und diskutiert. Dabei stand das Potential von Mobile als Brand Builder und Verkaufstreiber – Smartphones for Everybody auf der Tagesordnung. Ergänzt wurde dieses Thema um iPad und andere Tablets, sowie der Frage nach einem mobilen Medien-, Werbe- und Vertriebskanal der Zukunft.
Wie setze ich das Medium Mobile sinnvoll als Marketing-Tool ein? Welche Werbeformen gibt es überhaupt? Wie können spektakuläre Entwicklungen wie „Location Based Services“ und „Augmented Reality“ für die Kundenansprache und den Abverkauf eingesetzt werden? Und wie wird der eigene Shop überhaupt gefunden?
30 Experten widmeten sich diesen Fragen und setzten sich dabei mit den aktuellsten und heißesten mobilen Trends auseinander – Gilt Groupe/USA, bon prix, BILD digital, Metro Systems, HRS, TUI, mybestbrands, PayPal, Kraft Foods, Continental Reifen und Frankfurter Rundschau. Vorreiter und Kenner der Mobile Szene wie Ben Jones (AKQA/USA), Shailesh Rao (GoldRun/tronic/USA), Stefan Hentschel (Google), Joachim Bader (CLANMO), Florian Gmeinwieser (Plan.Net), Dr. Alexander Trommen (Appsfactory), Oliver von Wersch (G+J Medial Sales), Taner Kizilok (T-Systems Multimedia Solutions) und Eric Kilic (GS1) inspirierten die Teilnehmer der Konferenz.
Themenschwerpunkte der Konferenz:
Fazit von zwei Konferenztagen
In einem Punkt waren sich die Referenten einig: um mit mobilen Anwendungen erfolgreich zu sein, bedarf es einer nachhaltigen mobilen Strategie. Für viele Marken und Produkte und deren Marketingabteilungen bietet Mobile eine Vielzahl an Möglichkeiten/Dimensionen. Die Nutzerdimensionen dabei sind vielschichtig:
Mobile Strategie – warum eigentlich?
Häufig stellt man fest, dass viele Unternehmen bei der Entwicklung einer eigenen mobilen Strategie noch in den Kinderschuhen stecken oder damit noch gar nicht in Berührung gekommen sind. Eine mobile Strategie – warum eigentlich?
Zuallererst muss man sich die Frage nach dem Ziel stellen! Was möchte ich erreichen, welche Rolle spielt Mobile für mich und worin liegt dabei mein Mehrwert? Baue ich mir die Kompetenz selbst auf oder verlasse ich mich auf eine Agentur als Partner beim Aufbau einer mobilen Strategie. Wie, wann, wo und in welcher Art nutzen meine Kunden mobile Technologien und welchen Einfluss hat dies auf den gesamten Lebenszyklus meiner Marke bzw. Produkt. Diesen Fragenkatalog könnte man noch um ein Vielfaches erweitern, jedoch soll damit ein erster Eindruck über die Unerlässlichkeit einer mobilen Strategie gegeben sein.
Das Verständnis, jede Phase im Kundenzyklus zu kennen, zu verstehen und danach zu handeln, gibt einer mobilen Strategie eine bessere Perspektive. So werden nachfolgend sechs Schritte kurz umrissen, die Ihnen helfen können, eine erfolgreiche Strategie im Fokus des Kunden zu entwickeln:
Joachim Bader, CEO von Clamno GmbH unterstreicht in seinem Vortrag diese Aussagen. „No Stratey – no success“. Ohne eine auf die Bedürfnisse des Kunden maßgeschneiderte mobile Strategie entsteht kein Kundennutzen und kein nachhaltiger Erfolg. Es ist wichtig, sich die Frage zu stellen, was die mobile Zielgruppe erleben möchte. Usability und Design sind ausschlaggebende Punkte, die über den Erfolg oder Misserfolg einer mobilen Anwendung entscheiden. Auch interaktive Funktionen zu wählen und gezielt zu platzieren, ist ein ganz entscheidender Punkt. Schnell sprechen wir bei Applikationen auch vom Technikoverkill – es passiert zu viel, zu schnell, der Überblick und die einfache und übersichtliche Bedienbarkeit gehen verloren. Auch bei Mobile Mobile Marketing gilt wie so oft: weniger ist manchmal mehr!
Mobile DJ
Ein weiteres Highlight der Veranstaltung war die Party am Abend. Get together, Networking, Essen und gute Musik. Die T-Systems Multimedia Solutions präsentierte einen kreativen Showcase – der Mobile DJ sorgte für gute Unterhaltung der Teilnehmer und legte Musik über ein iPad auf. So war es dem DJ möglich, sich unter die Gäste zu mischen und über das iPad an den unterschiedlichsten Orten für eine tolle Lounge Atmosphäre zu sorgen. Dieser Showcase stieß bei den Teilnehmern auf reges Interesse und kam sehr gut an. Mobile DJing – ein weiterer Bereich, der sich für den kreativen Einsatz von mobilen Endgeräten eignet.
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Die Idee mit dem Mobile DJ finde ich klasse. Hätte ich zu gerne gesehen :) …
Die Luft unter den Top ‘reine’ Marken-Apps ist in der Tat sehr dünn. Die Gewinner verfolgen eine klar erkennbare Strategie als fester Bestandteil im Marketing-Mix wie auch in den Kommunikationskanälen.
Mobile DJ ist wirklich sehr gut bei den Gästen angekommen. Auf der mobile business are der CRM Expo (04.10 – 05.20.2011) in Nürnberg wird der Mobile DJ wieder im Einsatz sein. Wie auch in Berlin auf dem 3. Europäischer Online-Handelskongress am 27.10. – 28.10.2011. Wir freuen uns auf einen Besuch!
Mobile Marken-Apps finde ich ein gutes Beispiel dafür, dass Mobile Business ohne solide Strategie nicht läuft. Unternehmen finden die App, bei der ihre Marke ganz im Vordergrund steht, natürlich toll. Aber wirklich zielführend sind Apps, die von Anfang an den Mehrwert für die jeweilige Zielgruppe klar transportieren. Es gibt doch mehr ‘reine’ Marken-Apps, die scheitern, als solche, die erfolgreich sind – oder wie ist das inzwischen?