Am 8. und 9. Mai fand bereits zum zwölften Mal die NEXT in Berlin statt. Vor Ort präsent auch der diesjährige Hauptsponsor die Deutsche Telekom. Zusammen mit weiteren Unternehmenseinheiten, konnten sich Konferenzteilnehmer an einem Stand zu innovativen Themen des Konzerns informieren. Für die T-Systems Multimedia Solutions mit dabei waren unsere beiden Kollegen Taner Kizilok und Ricarda Köckler, die am zweiten Tag der Konferenz Gelegenheit bekamen, sich ein paar der Veranstaltungen anzuschauen.
Taner Kizilok zeigte sich beeindruckt von dem Vortrag von Anders Olsson (Strategic Business Development Manager bei Tobii), der auf der NEXT ein Eyetracking-Konzept zur Steuerung von Interfaces vorstellte. Eine dem menschlichen Auge vorgelagerte Kamera erkennt dabei die Augenbewegungen des Nutzers und wandelt diese in Befehle um. Vorgeführt wurde das Ganze anhand eines Computerspiels, bei dem Kometen, die sich der Erde nähern, von einer Testperson aus dem Publikum abgeschossen werden sollten. Die Kamera erkennt also sowohl die Fokussierung des Auges auf ein bestimmtes Ziel und zeigt dort ein Fadenkreuz an, als auch den Abschussbefehl, der in diesem Fall durch ein Blinzeln ausgelöst wird. Dass das Eyetracking-Konzept aber auch im Arbeitsalltag Sinn macht, zeigte Anders Olsson anhand des automatischen Scrollens beim Lesen am Bildschirm, das ebenfalls durch die Eyetracking-Technologie gesteuert wird.
Außerdem von Taner angesehen: ein Vortrag von Adrian Westaway von Vitamins Design, die im Auftrag von Samsung sich auf die Suche nach dem optimalen Telefon für Senioren begaben und schließlich bei einer innovativen Bedienungsanleitung für Smartphones landeten. Denn heutige Senioren, so das Ergebnis ihrer Studie, sind durchaus in der Lage, Smartphones zu bedienen und haben für die bisher angebotenen Senioren-Telefone mit extragroßen Tasten und sehr abgespecktem Funktionsumfang weder Verständnis noch Verwendung. Was ihnen zum Verständnis fehlt, ist eine logisch aufgebaute Bedienungsanleitung, denn ihre Umgangsweise mit technischen Geräten ist noch von dem systematischen Studieren der Bedienungsanleitung geprägt. Ihr Ergebnis kann man sich hier anschauen.
Ricarda sah sich die Session zum Thema “Mobile Arts” an. Vor allem beeindruckend in dieser Session war ein Vortrag von Helen Papagiannis, die zeigte, wie mit Augmented Reality Geschichten erzählt werden können. Hierzu erweckte Papagiannis das Kinderbuch “Who’s afraid of Bugs?” durch eine Augmented-Reality-iPadApp zum Leben: Wir hören den Flügelschlag des zum Leben erweckten Schmetterlings, der im Buch zu sehen ist, eine Spinne krabbelt über ihre Hand und Ameisen laufen über den gezeichneten Picknicktisch.
Papagiannis beendete dann auch ihren fantastischen Vortrag mit der Aufforderung, es Alice im Wunderland gleich zu tun und bereits vor dem Frühstück über sechs unmögliche Dinge nachzudenken. (“think of six impossible things before breakfast.”)
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Danke für die Links. Die Idee “think of six impossible things before breakfast” finde ich auch sehr schön. Und… schon gemacht? :)