Das Thema steht, der Event auch (ein Barcamp z. B. ). Und wie setzen wir das jetzt um? Workshop? Hmm… Vortrag? Zu langweilig…
Bilder sind gut. Bilder haben häufig eine viel größere Wirkung als viele komplizierte Worte und Gruppenarbeiten. Bilder machen auch Spaß. Und Bilder entspannen. Nach einem langen Tag auf einer (Un-) Konferenz bei einem Glas Sekt und leiser Musik über ein interessantes Thema austauschen, inspiriert durch Bilder.
So entwickelten wir die Idee der Vernissage Methode.
Zu Beginn der Vernissage gibt es einen kurzen einführenden Impulsvortrag. An der Wand hängen 12 Bilder mit zugehörigen Statements oder Fragen, die alle inhaltlichen Bezug zum Thema haben Diese sind nur die Rohfassung. Das Gesamtkunstwerk entsteht durch die Partizipation der Besucher. Auf dem Tisch, zwischen Sekt und Häppchen liegen Stifte und Klebezettel. Die Besucher der Vernissage sind nun aufgefordert durch die Ausstellung zu gehen, sich die Fragen und Statements durchzulesen, von den Bildern inspirieren zu lassen und ihrerseits Antworten, Meinungen oder weitere Fragen auf Zettel zu schreiben oder zu malen und sie zu dem jeweiligen Bild zu kleben. Dabei können sie wie bei einer richtigen Ausstellung mit anderen Besuchern ins Gespräch kommen und sich über das Gesehene und Gelesene austauschen, ihre Meinungen in Gruppen diskutieren und entwickeln. Sie können aber ebenso alleine und nachdenklich durch die Bilder und Aussagen flanieren.
Stehen bleiben, reflektieren, alleine oder gemeinsam, besprechen und Meinung bilden, niederschreiben und weiter gehen. So entsteht ein gemeinsames künstlerisches, innovatives, interaktives Ergebnis. In Text und Bild. Mit Fragen, Antworten und Meinungen.
Wir freuen uns über eine rege Diskussion über die angesprochenen Themen. Damit alle Beteiligten davon profitieren können, beachten Sie bitte unsere Richtlinien für Kommentare.
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Die Methode gefällt mir aus mehreren Gründen gut:
1: visuelle Reize sind leicht für den Betrachter zu verarbeiten, weil oft weniger komplex als Vorträge
2: die Information kann vom Teilnehmer häppchenweise und in seinem eigenen Tempo verarbeitet werden, anstatt sich dem Tempo des Vortragenden angleichen zu müssen
3: Kommentare gehen nicht verloren, weil sie umgehend platziert werden und sich der Teilnehmer im Anschluss voll auf die nächste Information konzentrieren kann
4: Hemmschwellen, sich zu äußern sind sehr gering, da man dies still in Form von schriftlichen Notizen anstatt laut in großer Runde machen kann
Auch ich hatte Gelegenheit die Methode live mitzuerleben und habe sie angenehm in Erinnerung behalten. Besonders der Faktor, wie unkompliziert und themenbezogen man mit anderen Teilnehmern ins Gespräch kommt, hat mir sehr gefallen.
Wirklich gute Punkte. Den Aspekt mit den Hemmschwellen hatte ich so noch gar nicht bedacht.
Das ist eine wirklich tolle Methode. Ich hatte die Gelegenheit so etwas mal bei einem BarCamp beobachten zu können. Hat gut funktioniert.